Kirchweih 2017

 

Vielen Dank, dass Sie dabei waren

und mit uns die Kirchweih und unser Jubiläum gefeiert haben.

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Die Geschichte von Moratneustetten

Der Ort Moratneustetten wird erstmalig in Oberamtsakten des St. Gumbertus Stiftes 1342 erwähnt. Dabei handelt es sich um eine Auflistung der Untertanen und welche Abgaben sie leisten mussten. Mit diesem Schriftstück wurden entweder in den Stiftsgebäuden oder vor Ort die Abgaben kontrolliert. Es wird von 5 Untertanen gesprochen.

 

Moratneustetten wird dabei unter dem Namen Morhartnevenstetten erwähnt. Wir beziehen uns auf diese Quelle um im Jahr 2017 675 Jahre Moratneustetten zu feiern. Es kann jedoch davon ausgegangen werden, dass der Ort etwas älter ist und vielleicht sogar in Zeiten der fränkischen Landnahme im 9. und 10. Jhd. entstanden ist. Die Ursprünge der Filialkirche werden auf das 13. oder 14 Jhd. geschätzt.

Bei dem Ortsnamen Moratneustetten soll es sich nach der von Elisabeth Fechter erstellten Dissertation aus dem Jahre 1955 um eine neue Stätte des Morhart handeln, der erste Bürger also den Namen Morhart getragen haben. Dies konnte leider nicht mit weiteren Quellen bestätigt werden. Was jedoch sicher sein dürfte ist, dass es sich um eine Ansiedlung, vielleicht durch einen Morhart, gehandelt hat. Dies lässt sich im Landkreis häufiger beobachten z.B. an weiteren Ortsnamen wie Neustetten mit einer ähnlichen Bedeutung oder Neuses, was so viel wie neuer Sitz bedeutet.

Laut dem Reichssteuerregister von 1497 sind in „Moritz Neusteten“ neun Familien beheimatet. Vornehmlich Eheleute mit Knechten und teilweise Mägden. Nur bei einer Familie wird eine Tochter erwähnt. Des Weiteren ist die Schreibweise MoretNeustett(e)n zu finden.

 

Der Name des Ortes wurde stetig leicht verändert. So lassen sich verschiedene Schreibweisen finden. 1431 Murhart Newsteten; 1438 Morhartneunsteten; 1487 Marathnewnsteten; 1529 MoretNeunstetten; 1732 Morat Neunstetten, um nur einige zu nennen. Umgangsprachlich oder im fränkischen Dialekt wird von Naischdeden oder Naischdidn gesprochen.

Moratneustetten gehörte schon immer zum Bereich des Markgrafen von Ansbach. Markgraf Georg-Friedrich schloss sich 1528 der Reformation an. Der Glaubenskrieg oder 30 Jährigen Krieg (1618-1648) zeichnete auch den Ort und dieser hatte mit den Nachwirkungen wie der Pest zu kämpfen. Infolge des Krieges kamen viele Exulanten aus dem heutigen Oberösterreich nach Franken. 1627 wurde zudem um die Filialkriche ein Friedhof angelegt. Der Weihenzeller Friedhof wurde zu klein.

Politisch gesehen wurde das Markgrafentum Ansbach und Bayreuth 1791 an Preußen verkauft, ehe es 1810 an das Königreich Bayern fiel. 1801 zählt der Ort 17 Untertanen die zum Kammeramt Ansbach gehören. Um 1830 lassen sich 25 Flur- bzw. Hausnummern finden.

 

Diese Einteilung ist bis zum heutigen Tage nachvollziehbar und lässt sich im Ortsbild finden. Darunter sind ein Weber (8), ein Schmied (7), ein Metzger (9) und ein Schneider (18) zu finden. Bei Hausnummer 6 handelt es sich um Gemeindebesitz. Hier stand ein Hirtenhaus. Die Hausnummer 25 gehört zur Kirche. Im Jahr 1856 sind es 27 Häuser mit 36 Familien und 154 Einwohnern. Heute sind es ca. 80 Einwohner.

Bis 1830 bildete Moratneustetten zusammen mit Neubronn, Haasgang, Wernsbach, Schönbronn, Buckhaus und Alexandermühle eine Gemeinde. Am 27. Juli 1830 wurde daraus die Gemeinde Haasgang und Wernsbach gegründet, ehe mit der Gebietsreform 1972 die Gemeinde Haasgang in die Gemeinde Weihenzell eingegliedert wurde.

 

Mit zahlreichen Maßnahmen wurde in den letzten Jahrzehnten die Ortschaft Moratneustetten instandgehalten und die Lebensqualität enorm verbessert.

Im Jahr 2007 wurde ein Dorfverein im Gasthaus Hofmockel gegründet. Dieser diente in erster Linie der rechtlichen Absicherung zur Austragung der Kirchweih der St. Martins Kirche. Seitdem wird durch den Verein ganzjährig das Dorfleben gestaltet. Hierzu werden die Einnahmen aus der festlichen Gestaltung der Kirchweih verwendet.

 

So findet einmal im Jahr ein Sommerausflug statt. Weitere gemeinsame Feiern, wie das Abbrennen des Osterfeuers, ein Dorfplatzgrillen oder der gemeinsame Besuch von verschiedenen Festen in der Gemeinde werden finanziell unterstützt. Diese gemeinsamen Ereignisse haben das Klima im Ort sehr positiv beeinflusst und tragen dazu bei, dass man gerne im Ort Moratneustetten lebt.

Die Ortschaften Moratneustetten, Neubronn, Haasgang, Wernsbach, Schönbronn, Buckhaus und Alexandermühle bildeten bis 1830 eine Gemeinde. Am 27. Juli 1830 entstand daraus dann die Gemeinden  Haasgang und Wernsbach. Der Ort Moratneustetten gehörte dann bis zur Gemeindegebietsreform 1972 zur Gemeinde Haasgang - danach und bis zum heutigen Tage zur Gemeinde Weihenzell. Moratneustetten konnte sich durch Flurbereinigung und Dorferneuerung positiv weiterentwickeln. Sehr viele Baumaßnahmen wurden während dieser Zeit in und um Moratneustetten durchgeführt:

 

  • Neubau einer Abwasserkanalisation für Oberflächenwasser
  • Neubau Trinkwasserversorgung
  • Neubau eines Dorf- und Spielplatzes an einer ehemaligen Hofstelle
  • Neubau der Dorfstraße mit Errichtung eines Gehweges
  • Neubau rückwärtige Zufahrt zum Friedhof mit PKW-Stellplätzen
  • Anlage eines Dorfweihers, der als Regenrückhaltebecken dient
  • Neubau einer Gemeinschaftsmaschinenhalle
  • Neubau einer ortseigenen Kanalisation
  • Neubau zahlreicher Flur- und Waldwege, die zum größten Teil als Rad- und Wanderwege genutzt werden (NorA-Radweg führt durch den Ort)
  • Renovierung des Feuerwehrgerätehauses
  • zahlreiche Renovierungen in Eigeninitiative der Haus- und Hofbesitzer

 

Diese Maßnahmen haben erheblich dazu beigetragen, dass sich die Lebensqualität in Moratneustetten verbessert hat. Wohnen ist somit noch lebenswerter geworden im kleinen beschaulichen Ort "Moratneustetten".

 

Der Verein

Der Dorfverein mit dem Namen Dorfgemeinschaft Moratneustetten e. V. wurde am 10.03.2007 im Gasthaus Berghöhe in Moratneustetten gegründet. Hierzu fanden sich 31 Ortsbürger und Ortsbürgerinnen ein. Unter Leitung von Bürgermeister Hans Emmert wurde der Verein gegründet und anschließend die Vorstandschaft gewählt. Bis zum heutigen Tag hat sich die Zahl der Mitglieder auf 80 erhöht. Eines der Ziele des gemeinnützigen Vereins ist die Ausrichtung der alljährlichen Kirchweih am ersten September-Wochenende.

Vorstandschaft

 

1. Vorstand: Jürgen Hofmockel
2. Vorstand: Christian Weißkopf
Kassier: Sonja Weißkopf
Schriftführer: Silvia Nölp

 

Beisitzer

Anita Bär, Klaus Reiner, Peter Postler, Tanja Linsenbreit

hinten von links nach rechts:
Jürgen Hofmockel, Christian Weißkopf, Peter Postler, Klaus Reiner

vorne von links nach rechts:
Anita Bär, Sonja Weißkopf, Tanja Linsenbreit, Silvia Nölp

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